Projektbeschreibung 1

"Bessere Hälfte - russische Frauen in Deutschland" - ein romantisches Klischee, eine ironische Wahrheit? So mehrdeutig wie der Titel ist die geplante Wanderausstellung: Portraits und Interviews von russischsprachigen Frauen, die in Deutschland leben.

Zwanzig Frauen, unterschiedlich wie ihre Gesichter: weise und naiv, wild und stur, geistvoll und launisch. Lediglich die Muttersprache verbindet sie, und ein Ereignis: immer anders erlebt - eine Wende, ein Bruch, eine Tragödie, eine Befreiung - die Auswanderung mit dem Zielland Deutschland. Die Interviews und Bilder offenbaren Geschichten eines persönlichen Durchbruchs auf neuem Terrain. Das Projekt ist staatlich gefördert, hat treue Sponsoren und ein fähiges Management, das für neue Ideen stets offen bleibt.

 Die erste Station der Wanderausstellung ist das Frauenmuseum Bonn – ein perfekter Ort für dieses Thema. Dabei sind auch Männer herzlich eingeladen, denn das Thema der Ausstellung ist geschlechterübergreifend.

 Die meisten dargestellten Personen haben mittlerweile ihren Lebensmittelpunkt in Nordrhein-Westfalen. Es soll sich für den Besucher der Ausstellung lohnen, die russische Nachbarin, Kollegin oder Kundin besser kennen zu lernen. Die Berichte über die Emigration sollen für Achtung und Anerkennung sorgen, und Interesse an den Schicksalen dieser Frauen erzeugen. Denn jede Einzelne hat individuelle Lösungen gefunden, mit ihrem Schicksal auf ihre Art fertig zu werden. Die Ausstellung ist somit nicht nur informativ, sondern vermittelt jedem Besucher eine globale und individuelle Erkenntnis zugleich.

 Frau Peter-Filatova, Organisatorin und Seele des Projekts, sagt dazu: „Gibt es ein Bild der russischen Frau in Deutschland? Fehlanzeige! Es gibt so viele davon. Deshalb ist unser Anliegen: weg mit Klischees, Facetten zeigen, Verständnis für Individuelles, Einzigartiges schaffen - Merkmale, die "unsere" russischen Frauen geradezu verkörpern.“

 Weitere Infos: http://www.bessere-haelfte.com/

Projektbeschreibung 2

Dieses Projekt trägt den Titel: „Bessere Hälfte - russische Frauen in Deutschland“ und ist eine Ausstellung schwarzweißer Portraitphotographien von russischsprachigen Frauen, die in Deutschland leben. Jedes Bild wird durch einen kurzen Interviewtext ergänzt, der einen Einblick in das persönliche Leben der jeweiligen Frau ermöglicht.

 Das Projekt präsentiert zwanzig Frauen unterschiedlichen Alters, mit verschiedenen Erfahrungen und Ansichten. Ein wichtiges Erlebnis haben sie alle hinter sich: die Auswanderung nach Deutschland. In den Interviews und Bildern zeigen sich die Frauen von schüchtern bis selbstbewusst, konservativ bis modern aber immer höchst individuell.

 Primäres Anliegen der Ausstellung ist, den Fokus auf russisch-stämmige Mitbürgerinnen zu richten, Neugier zu wecken, Vorurteile abzubauen und dadurch Integration zu fördern. Russische Frauen passen weder in die Form der traditionellen Schachtelpuppe Matroschka noch sind sie typische Traumfrauen, die in zwielichtigen Angeboten der Rubrik „hübsche Frauen aus dem Ostblock“ zu finden sind. Sie fallen im Straßenbild nicht so auf wie verschleierte Orientalinnen. Wer aber sind sie? Sind sie Menschen mit deutschem Pass und russischer Seele?

 Ziel ist es auch, mit den Photos, Zitaten und Interviewtexten der Frauen darauf aufmerksam zu machen, wie russischstämmige Mitbürgerinnen unsere Kultur bereichern. Durch ihre Begabungen, Erfahrungen, Ideen, ihren Anstrengungen und Erfolgen. Es soll sich für den Besucher der Ausstellung lohnen, die russische Nachbarin, Kollegin, Kundin besser kennen zu lernen. Die Berichte über die Emigration sollen für Achtung und Anerkennung sorgen, und Interesse an den Schicksalen dieser Frauen erzeugen. Denn jede Einzelne hat individuelle Lösungen gefunden, mit ihrem Schicksal auf ihre Art fertig zu werden. Die Ausstellung ist somit nicht nur informativ, sondern vermittelt jedem Besucher eine globale und individuelle Erkenntnis zugleich.

Durch die Form der Darstellung soll das Ziel der Ausstellung erleb- und begreifbar gemacht werden. Die Photos werden auf einem großformatigen Papier gedruckt und im freien Raum von der Decke abgehängt. Der Betrachter kann die Portraits “durchlaufen” und berühren.

Durch diese Form wird dem Betrachter vermittelt, dass sich Schicksale “der russischen Frauen” in seinem direkten, tagtäglichen Umfeld abspielen, ohne, dass man eigens darauf aufmerksam wird oder aufmerksam gemacht wird. Beim Einkaufen, in der Straßenbahn, im Büro, ...

 Die Interviews und Zitate werden an den Wänden im Umfeld der Portraits vollflächig abgebildet. Dem Ausstellungsbesucher wird die Möglichkeit gegeben, sich mit den jeweils abgebildeten Personen in Ruhe näher zu beschäftigen und Hintergründe zu erfahren.

Maria Peter-Filatova,
Projektleitung und Fotografin

Maria Peter-Filatova ist 1974 in Moskau geboren. 1995 ist sie mit ihren Eltern und ihrem Bruder nach Deutschland emigriert.

Seit 1999 ist Maria Peter-Filatova als Grafik-Designerin tätig und arbeitete für mehrere renommierte Werbeagenturen. Im Jahr 2002, nach der Geburt ihrer Tochter, hat sie angefangen, sich mit Fotografie auseinander zu setzen. „Die Fotografie ist für mich ein Mittel geworden, durch das ich meine Ideen und Emotionen greifbar machen kann. Mein Motto dabei ist: „ich sehe das, was du nicht siehst“ und gerade das möchte ich mit den anderen teilen.“

Mehr als zwei Jahre beschäftigt sich Frau Peter-Filatova mit der Ausstellung „Bessere Hälfte – russische Frauen in Deutschland“. „Warum ich mir dieses Thema ausgesucht habe? Zum einen möchte ich meiner Umwelt mitteilen, dass in uns ‚Ausländern’ mehr Potential schlummert, als man allgemein annimmt; zum anderen, um meiner deutschen Umgebung einen Einblick in die russische Kultur und das russische Leben zu ermöglichen. Außerdem fotografiere ich gern und nutze das Projekt als Gelegenheit, mich persönlich mit dem Thema auseinander zu setzen.“

 Weitere Infos: http://www.bessere-haelfte.com/